Zeitungsbericht vom Hoffest 2009

Bungee-Trampolin
Kutschfahrten

Ein abenteuerliches Erlebnis für die jungen Hoffestbesucher war das Bungee-Trampolin, mit dem es hoch hinaus ging 

Die Ausfahrt mit der Pferdekutsche rund um die Fladunger Weihersmühle war am Maifeiertag bei Jung und Alt begehrt.
Ein Aushängeschild für Fladungen und die ganze Region
5. Hoffest des Wellneshofes Weihersmühle lockte viele Besucher - Nach Brandunglück neue Wege gegangen
 

Fladungen.  (eva)  Bei Bilderbuchwetter war am Maifeiertag die Weihersmühle in Fladungen beliebtes Ausflugsziel. Zum 5. Hoffest der Familie Hückl herrschte Hochbetrieb. Es waren  wieder jede Menge Besucher aus der ganzen Region gekommen, denn zum zehnjährigen Bestehen des 5-Sterne-Kneipp-Wellnesshofs Weihersmühle gab es ein großes Festprogramm, das viel zu bieten hatte. Aus Anlass des Jubiläums waren auch die Ehrengäste in großer Zahl der Einladung der Familie Hückl gefolgt. Bernd Hückl konnte unter anderem Vertreter der Kommunalpolitik, der Landwirtschaft und des Tourismus begrüßen.
Hückl hielt bei der offiziellen Eröffnung des Hoffestes einen kleinen Rückblick auf die Geschichte der Weihermühle, die sein Großvater 1957 erworben hatte und 1970 von Bernd Hückls Vater, Müllermeister Walter Hückl, übernommen wurde.Bernd Hückl selbst hatte Landwirt gelernt und so wurde in den 1970er Jahren die Mühle um einen landwirtschaftlichen Betrieb

dafür aus, nach dem schlimmen Brandunglück nicht aufgegeben, sondern den Mut gefunden zu haben, die Existenz neu aufzubauen und neue Wege zu gehen. Die Familie Hückl - Müller hob insbesondere das Engagement von Bernd Hückl und seiner Lebensgefährtin Rosi Reinhart hervor - habe die Weihersmühle zu einem Aushängeschild für die Stadt Fladungen und die gesamte Region gemacht. Auch stellvertretender Landrat Helmut Will dankte für die unternehmerische Leistung. Die Familie Hückl habe ein besonderes Gespür für die Urlaubsgäste, denen sie eine individuelle Rundum-Versorgung für Körper, Geist und Seele biete, so Will, der die Bedeutung des 5-Sterne-Hofes für die Region bekräftigte. Eine besondere Verbindung hat Michael Pfaff, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Bayerische Rhön, zur Weihersmühle. Sie hatte einst seinem Großvater gehört und der

hatte sie an Bernd Hückls Großvater verkauft. Pfaff freute sich, dass der Name Weihersmühle für Qualität steht und bezeichnete den Hof als Vorzeigeprojekt für Tourismus. Nach dem Unglück von 1993 habe sich wohl niemand vorstellen können, wie sich der Hof einmal entwickeln werde. Er sei schon gespannt auf die nächsten Planungen, meinte Johann Giglhuber, Leiter der Abteilung Strukturentwicklung, Ernhährung und Haushaltsleistungen am Amt für Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt, angesichts Bernd Hückls Ideenreichtum und Tatkraft. Menschen wie Bernd Hückl brauche man für die Entwickung des ländlichen Raumes, so Giglhuber, der auch auf Hückls Mitwirkung in Netzwerken, wie der Arbeitsgemeinschaft Oberes Streutal, oder im Verbund der Natur-Aktiv-Höfe hinwies. Senator a.D. und Ehrenpräsident des BBV Unterfranken Karl Groenen war bei der Eröffnung vor zehn Jahren dabei und freute sich nun über die Erfolgsgeschichte des Gesundheitshofes.

Der Betrieb stünde als Beispiel dafür, dass modernes Wirtschaften nicht im Gegensatz zur ländlichen Idylle stehen muss, erkläre Groenen und zollte Hückl großes Lob für sein Engagement. "Was der hasslinger Hof für Niederbayern ist, ist die Weihersmühle für die Rhön", so das Kompliment Groenens.

Das Jubiläum wurde am 1. Mai gebührend gefeiert. Auf dem großen Gelände rund um die Weihersmühle war zum Hoffest jede Menge beboten. Der Mühlenladen hatte geöffnet und an verschiedenen Ständen stellten Direktvermarkter aus der Region ihre Qualitätsprodukte vor. Es gab auch einen kleinen Markt mit Kunsthandwerk und handarbeitlichen Erzeugnissen. Ausstellungen und Vorführungen informierten über Neuheiten aus der Landmaschinentechnik, über Forst und Gartengeräte, und darüber hinaus gab es auch eine Kommunalgeräteschau,

Informationen über Baumpflege, Energieholz und Hackschnitzelanlagen. Zu bestaunen waren zudem Motorsägenkunst und alte Handwerksberufe.
Vor Ort war auch die Elterninitiative der Volksschule Fladungen, die für den 22. Mai eine Großdemonstration auf dem örtlichen Sportplatz gegen das Schulsterben plant. Für die Kinder gab es ein buntes Programm mit Heuhüpfburg, Heuwagenfahrten, Ponyreiten und Kinderspielen. Reger Betrieb herrschte beim Bungee-Trampolin, das die jungen Besucher in luftige Höhen katapultierte. Die Bewirtung übernahmen die FFW Oberfladungen und der SV Alemannen, für musikalische Unterhaltung sorgten tagsüber "Mendel" und die Musikkapelle Fladungen, am Abend gab es zum Abschluss des rundum gelungen Hoffestes eine Tanzparty mit "let´s dance".
  erweitert. Bei einem verheerenden Brand wurde 1993 das gesamte Anwesen zerstört, die Familie blieb glücklicherweise unbeschadet, musste aber sozusagen aus dem Nichts herraus wieder ihre Existenszgrundlage schaffen. Man verlegte sich zunächst ganz auf die Landwirtschaft und errichtete 1994 das Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden, die in den Folgejahren nochmals erweitert wurden. 1995 übernahm Bernd Hückl den Betrieb. 1996 begannen die Planungen für den Bau eines Ferienhauses. 1999 wurde schließlich beim 1.Hoffest derKneipp-Gesundheitshof mit sechs Ferienwohnungen eröffnet, im Jahre 2002 folgte der Ausbau des Gebäudes, in dem sich nun neun Ferienappartements und der Mühlenladen befinden. Der Wellnesshof ist die einzige mit fünf Sternen ausgezeichnete Ferienanlage im Landkreis und erfreut sich bei den Urlaubern großer Beliebtheit, wie die große Zahl an Stammgästen und die guten Belegzahlen deutlich machen. Die Mühle selbst wurde nicht wieder aufgebaut, aber ihr Name lebt weiter. Und die Bezeichnung der Wohneinheiten - "Roggenstube" oder "Weizenbucht" - bringt die Verbindung zu den Wurzeln von Einst zum Ausdruck. Bürgermeister Robert Müller sprach der Familie Hückl seine Anerkennung  
Ehrengäste
Beglückwünschten Bernd Hückl (4.v.li) und seine Lebensgefährtin Rosi Reinhart (links daneben) zum Zehnjährigen Bestehen des 5-Stene-Kneipp-Wellnesshofes Weihersmühle: (von links):stellv. Landrat Helmut Will, Doris Hartan-Kahn (Leiterin Landwirtschaftsschule, Abt. Hauswirtschaft, Bischofsheim), Johann Gigelhuber (ALF Bad Neustadt), Senator a.D. und BBV-Ehrenpräsident Karl Groenen, Michael Pfaff (GeschäftsführerTourismus GmbH Bayer.Rhön) und Karin Müller (ALF Bad Neustadt)